Stadion-Ranking 2025/26: Welches ist das bestbewertete Fußballstadion in Deutschland?

575.897 Google-Bewertungen ausgewertet, 56 Stadien verglichen: Das große Stadion-Ranking der Saison 2025/26 zeigt, welche Arenen die Fans wirklich begeistern – und wo Tradition moderne Neubauten schlägt. An der Spitze steht der Signal Iduna Park von Borussia Dortmund. Auf Platz 2 folgt eine Überraschung aus der 2. Bundesliga.

Der Signal Iduna Park in Dortmund

Die Nummer 1 der User – der Signal Iduna Park.
Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved.

Das Ranking zeigt teils überraschende Ergebnisse: Es sind nicht zwangsläufig die bekanntesten Arenen, die bei den Fans am besten ankommen. Stattdessen finden sich unter den Top-Stadien auffallend viele Standorte mit gewachsener Identität und leidenschaftlicher Fankultur – unabhängig von der Ligazugehörigkeit. So schlägt etwa das Rudolf-Harbig-Stadion von Zweitligist Dynamo Dresden die Allianz Arena des FC Bayern München, und das Ostseestadion von Drittligist Hansa Rostock zieht an zahlreichen Bundesliga-Standorten vorbei.

Um die Stadien fair vergleichen zu können, wurde ein sogenannter Bayesian Average verwendet – ein gewichteter Durchschnitt, der sowohl die Bewertungshöhe als auch die Anzahl der Reviews berücksichtigt. So wird verhindert, dass Stadien mit sehr wenigen Bewertungen das Ranking verzerren. Mehr zur Methodik am Ende dieses Artikels.

„Dass der Signal Iduna Park auf Platz 1 steht, überrascht mich nicht – aber dass Dynamo Dresdens Rudolf-Harbig-Stadion die Allianz Arena schlägt, zeigt eindrucksvoll: Fans bewerten Emotion und Atmosphäre höher als Komfort und Infrastruktur. Dieses Ranking ist ein Spiegel der Fanseele.”
Thorsten Herrmann
Fußballexperte & Analyst von Wettanbieter.org

Die Top 10: Deutschlands bestbewertete Stadien

An der Spitze steht der Signal Iduna Park von Borussia Dortmund – ein Stadion, das weltweit für seine Atmosphäre bekannt ist. Die Gelbe Wand begeistert nicht nur am Spieltag, sondern schlägt sich auch in den Google-Bewertungen in Bestnoten nieder.

Auffällig: Alle drei Ligen sind in den Top 10 vertreten. Dresdens Rudolf-Harbig-Stadion (2. Bundesliga) landet auf Platz 2 – noch vor der Allianz Arena. Und das Ostseestadion von Hansa Rostock (3. Liga) sichert sich Platz 9. Die Ligazugehörigkeit allein ist offenbar kein Garant für eine gute Bewertung.

Fünf zentrale Erkenntnisse aus den Daten

1. Tradition schlägt Moderne: Traditionsreiche Standorte mit leidenschaftlicher Fankultur schneiden unabhängig von der Ligazugehörigkeit überdurchschnittlich ab. Dresdens Rudolf-Harbig-Stadion (2. Bundesliga) belegt Platz 2, Rostocks Ostseestadion (3. Liga) steht auf Platz 9. Die großen Namen der unteren Ligen machen den Erstligastadien ernsthaft Konkurrenz.

2. Atmosphäre vor Komfort: Das Stadion An der Alten Försterei von Union Berlin fasst nur 22.012 Zuschauer – und liegt trotzdem auf Platz 4, vor deutlich größeren und moderneren Arenen. Für Fans zählt das Erlebnis vor Ort offenbar mehr als die reine Infrastruktur.

3. Aufsteiger Köln und Hamburg sofort vorne: Die beiden Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln (Platz 7) und Hamburger SV (Platz 11) gehören zu den bestbewerteten Erstliga-Stadien. Das RheinEnergieStadion und das Volksparkstadion profitieren von ihrer treuen, bewertungsfreudigen Fanbasis.

4. Meistbewertet ist nicht erstplatziert: Die Allianz Arena des FC Bayern München verfügt mit 84.003 Reviews über die mit Abstand größte Datenbasis aller Stadien. Trotzdem reicht es nur für Platz 3 – Dortmund hat bei weniger Reviews die bessere Durchschnittsnote (4,7 vs. 4,6).

5. Neubauten polarisieren: Moderne Arenen wie die Red Bull Arena Leipzig (Bay. Avg. 4,23), die PreZero Arena (4,27) und die Volkswagen Arena (4,27) landen auf den letzten drei Plätzen der Bundesliga. Fans bewerten Stadien mit gewachsener Identität offenbar deutlich positiver als Funktionsbauten ohne eigene Geschichte.

Die besten Stadien je Liga

Neben dem Gesamtranking lohnt sich der Blick auf die einzelnen Ligen. Die folgenden Tabellen zeigen jeweils die zehn bestbewerteten Stadien pro Spielklasse.

1. Bundesliga

An der Spitze der Bundesliga steht der Signal Iduna Park recht deutlich vor der Allianz Arena auf Position 2. Dahinter wird es dann besonders interessant: Das Stadion An der Alten Försterei von Union Berlin schiebt sich mit einer Rohbewertung von 4,7 auf Platz 3 und lässt damit den Borussia-Park, das RheinEnergieStadion und das Weserstadion hinter sich. Auffällig ist außerdem, dass die beiden Aufsteiger Köln und Hamburg auf Anhieb unter den besten zehn Bundesliga-Stadien landen.

Am unteren Ende des Erstliga-Rankings finden sich mit der Red Bull Arena Leipzig und der PreZero Arena zwei junge Stadien ohne gewachsene Fantradition.

2. Bundesliga

Die 2. Bundesliga wird von Dresdens Rudolf-Harbig-Stadion dominiert – mit einem Bayesian Average von 4,60 wäre es auch im Gesamtranking auf Platz 2. Dahinter folgt das Berliner Olympiastadion von Hertha BSC, das trotz durchwachsener Zweitliga-Jahre von seiner ikonischen Architektur und über 41.000 Reviews profitiert.

Traditionelle Fußball-Standorte wie Kaiserslautern, oder Bochum bestätigen das Bild: Fankultur und Stadiongeschichte wiegen in den Bewertungen schwerer als sportlicher Erfolg. Mit der Ursapharm-Arena von Elversberg schafft es auch der kleinste Zweitliga-Standort unter die Top 10.

3. Liga

Hansa Rostocks Ostseestadion führt das Drittliga-Ranking an und unterstreicht mit Platz 9 im Gesamtranking, dass die 3. Liga in Sachen Stadionerlebnis mühelos mit den oberen Ligen mithalten kann. Dahinter reihen sich mit dem Grünwalder Stadion (1860 München), dem Erzgebirgsstadion (Aue) und dem Stadion an der Hafenstraße (Rot-Weiss Essen) weitere Traditionsstandorte ein, deren Fans für eine besondere Atmosphäre bekannt sind.

Bemerkenswert: Die WIRmachenDRUCK Arena von VfB Stuttgart II (eigentlich ein Ausweichstadion) landet auf Platz 8 der Liga.

Methodik: So wurde das Ranking erstellt

Das Ranking basiert nicht auf der einfachen Google-Durchschnittsbewertung, sondern auf einem Bayesian Average – einem gewichteten Durchschnitt, der sowohl die Bewertungshöhe als auch die Anzahl der abgegebenen Reviews berücksichtigt.

Hintergrund: Eine reine Durchschnittsnote kann bei wenigen Bewertungen stark verzerrt sein. Ein Stadion mit 5,0 Sternen aus 15 Reviews wäre in einem einfachen Ranking besser platziert als eines mit 4,6 Sternen aus 84.000 Reviews – obwohl letzteres eine ungleich belastbarere Datenbasis aufweist.

Der Bayesian Average löst dieses Problem: Stadien mit wenigen Bewertungen werden mathematisch in Richtung des Gesamtdurchschnitts korrigiert. Je mehr Bewertungen ein Stadion hat, desto näher bleibt sein gewichteter Durchschnitt an der tatsächlichen Google-Note.

Datengrundlage im Überblick

Stichtag 9. Januar 2026
Quelle Öffentlich zugängliche Google-Maps-Bewertungen
Umfang 56 Stadien, 575.897 Einzelbewertungen
Ligen 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga (Saison 2025/2026)
Methode Bayesian Average (gewichteter Durchschnitt)
Ähnliche Artikel
Meistgelesene Artikel
Back to Top