Tour de France 2026: Etappen, deutsche Fahrer & Übertragung

Am Samstag, den 4. Juli, startet mit der Tour de France 2026 das bekannteste Straßenradrennen der Welt. Es warten 21 Etappen und mehr als 3.200 km auf die Fahrer. In unserem Vorbericht erfahrt ihr alles zu den Favoriten, den deutschen Fahrern und der Übertragung.

Mehrere Rennradfahrer fahren auf der Strecke der Tour de France 2026.

Viele Fans können den Start der Tour de France 2026 nicht erwarten. © wettanbieter.org

Eckdaten zur Tour de France 2026

  • Datum: 4. bis 26. Juli
  • Etappen: 21
  • Gesamtlänge: 3.321,2 km
  • Start: Barcelona, Spanien
  • Ziel: Paris, Frankreich
  • Favorit: Tadej Pogačar

Tour de France 2026: Wann geht es los?

Die Tour de France 2026 startet am Samstag, den 4. Juli. Der Grand Départ, also der Startschuss, fällt um 17:05 Uhr. Das Rennen wird vermutlich gegen 19:15 Uhr enden.

Gleich zu Beginn könnte das Wetter jedoch für Probleme sorgen. In Barcelona werden am Samstag und Sonntag über 32 °C erwartet. Anfang nächster Woche geht es in den Süden Frankreichs: Dort sind Temperaturen von über 40 °C angesagt. Diese extreme Hitze dürfte das Peloton auf jeden Fall beeinflussen.

Wettervorhersage für Carcassonne, Frankreich, Anfang Juli.

Die Temperaturen in Carcassonne dürften eine Herausforderung für die Tour de France werden. © wetter.com

Die 113. Austragung des Etappenrennens erstreckt sich über drei Wochen. Die letzte Etappe findet am 26. Juli 2026 statt. Traditionell endet die Tour auf der Champs-Élysées in Paris.

Start der Tour de France 2026 in Barcelona

Die Tour de France 2026 startet in Barcelona. Eine Besonderheit dabei ist, dass der Auftakt in Katalonien mit einem Mannschaftszeitfahren beginnen wird. Die Teams werden 19,6 km vorbei an den Sehenswürdigkeiten der spanischen Metropole fahren, wie unter anderem der Sagrada Família. Dabei handelt es sich um das einzige Mannschaftszeitfahren während der Tour de France 2026.

Am zweiten Renntag liegen dann 168,5 km vor den Fahrern. Die hügelige Etappe führt sie von Tarragona nach Barcelona. Dabei werden sie insgesamt 2.391 Höhenmeter bewältigen.

Wieso startet die Tour de France 2026 in Spanien?

  • Auf den ersten Blick wirkt es verwirrend, dass die Tour de France nicht in Frankreich startet, sondern in Spanien. Das ist jedoch keine Ausnahme, denn der Grand Départ findet oft außerhalb Frankreichs statt.
  • Die Tour de France ist schon lange nicht mehr nur in Frankreich beliebt, sondern begeistert Fans auf der ganzen Welt. Deshalb soll das Rennen bewusst international vermarktet werden.
  • Barcelona ist zudem ein geeigneter Startort: Die Kulisse am Meer mit vielen bekannten Sehenswürdigkeiten sowie das hügelige Umfeld eignen sich perfekt für den Startschuss.
  • Die ersten drei Etappen der Tour de France 2026 werden in Spanien gefahren, danach geht es dann durch die Pyrenäen nach Frankreich. Die Schlussetappe führt die Fahrer nach Paris.
  • Die Tour de France 2027 wird in Großbritannien starten. Gefahren wird durch Schottland, England und Wales, ehe es nach Frankreich geht.

Tour de France 2026: Übertragung im Free-TV

Die Tour de France 2026 wird von der ARD und Eurosport übertragen. Im Ersten beginnt die Übertragung im linearen TV meist gegen 14 Uhr. Der Stream beginnt schon etwas früher. Dieser ist kostenlos und kann in Deutschland auf verschiedenen Geräten abgerufen werden.

Bei Eurosport werden alle 21 Etappen in voller Länge gezeigt. Von Start bis Ziel verpasst ihr auf dem Sender keine Minute der Tour de France 2026.

Tour de France 2026: Etappenplan im Überblick

Die Tour de France 2026 besteht aus 21 Etappen, die sich durch Spanien und Frankreich erstrecken. Dabei wird es zwei Ruhetage geben und auf die Fahrer kommen verschiedene Etappenprofile zu. Ihr könnt euch auf sieben Flachetappen, vier hügelige und acht Bergetappen freuen. Zudem wird es zwei Zeitfahren geben.

Hier findet ihr einen kompletten Etappenplan für die Tour de France 2026:

Etappe Datum Etappenorte Länge Profil
1. 4. Juli Barcelona – Barcelona 19,6 km Mannschaftszeitfahren
2. 5. Juli Tarragona – Barcelona 168,5 km Hügeletappe
3. 6. Juli Granollers – Les Angles 195,9 km Bergetappe
4. 7. Juli Carcassonne – Foix 181,9 km Hügeletappe
5. 8. Juli Lannemezan – Pau 158,3 km Flachetappe
6. 9. Juli Pau – Gavarnie-Gèdre 186,2 km Bergetappe
7. 10. Juli Hagetmau – Bordeaux 175,1 km Flachetappe
8. 11. Juli Périgueux – Bergerac 180,4 km Flachetappe
9.* 12. Juli Malemort – Ussel 185,5 km Hügeletappe
10. 14. Juli Aurillac – Super Lioran 166,6 km Bergetappe
11. 15. Juli Vichy – Nevers 161,3 km Flachetappe
12. 16. Juli Circuit de Nevers – Chalon-sur-Saône 179,1 km Flachetappe
13. 17. Juli Dole – Belfort 205,8 km Hügeletappe
14. 18. Juli Mülhausen – Le Markstein 155,3 km Bergetappe
15.* 19. Juli Champagnole – Plateau de Solaison 183,9 km Bergetappe
16. 21. Juli Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains 26,1 km Einzelzeitfahren
17. 22. Juli Chambéry – Voiron 174,7 km Flachetappe
18. 23. Juli Voiron – Orcières Merlette 1850 185,2 km Bergetappe
19. 24. Juli Gap – Alpe d’Huez 127,9 km Bergetappe
20. 25. Juli Le Bourg-d’Oisans – Alpe d’Huez 170,9 km Bergetappe
21. 26. Juli Thoiry – Paris 133 km Flachetappe

*Nach der 9. und der 15. Etappe findet jeweils ein Ruhetag statt.

Was sind die Highlights der Route?

Bei der Tour de France 2026 wird es das erste Highlight gleich zum Start geben: Die Fahrer fahren durch das malerische Barcelona vorbei an weltbekannten Sehenswürdigkeiten. Schauplätze sind unter anderem die Strände des Port Olímpic, die Sagrada Família und das Olympiastadion Montjuic.

Auch die 12. Etappe dürfte ein besonderes Highlight werden. Der Start wird auf der ehemaligen Formel-1-Strecke Nevers Magny-Cours stattfinden.

Der Höhepunkt werden voraussichtlich die Etappen 19 und 20 sein. Das Peloton wird den Alpe d’Huez passieren. Der Wintersportort in den Alpen hat eine ganz besondere Aura und wird gleich zwei Etappenankünfte haben.

Natürlich wird auch die 21. Etappe mit dem großen Finale ein Highlight sein. Die Fahrer werden Montmartre passieren und über die weltbekannte Champs-Élysées fahren.

Diese Teams & Fahrer sind bei der Tour de France 2026 dabei

Bei der Tour de France treten insgesamt 184 Fahrer aus 23 Teams an. Jedes Team wird also 8 Fahrer in das Rennen schicken. Die offizielle Vorstellung der Teams und Fahrer erfolgte am 2. Juli vor der Sagrada Família.

Vorjahressieger Tadej Pogačar (27) führt die Startliste der Tour de France 2026 an. Auch in diesem Jahr geht er für das UAE Team Emirates-XRG an den Start.

Wir haben für euch eine Übersicht mit den Favoritenteams erstellt:

Team Fahrer
UAE Team Emirates-XRG Tadej Pogačar (SLO), Isaac Del Toro (MEX), Tim Wellens (BEL), Brandon McNulty (USA), Adam Yates (GBR), Florian Vermeersch (BEL), Nils Politt (GER), Felix Großschartner (AUT)
Visma-Lease a Bike Jonas Vingegaard (DEN), Sepp Kuss (USA), Victor Campenaerts (BEL), Bruno Armirail (FRA), Edoardo Affini (ITA), Per Strand Hagenes (NOR), Davide Piganzoli (ITA), Matteo Jorgenson (USA)
Red Bull-Bora-hansgrohe Remco Evenepoel (BEL), Florian Lipowitz (GER), Mattia Cattaneo (ITA), Nico Denz (GER), Jai Hindley (AUS), Jan Tratnik (SLO), Tim van Dijke (NED), Maxim Van Gils (BEL)
Décathlon CMA CGM Paul Seixas (FRA), Olav Kooij (NED), Matthew Riccitello (USA), Tiesj Benoot (BEL), Daan Hoole (NED), Nicolas Prodhomme (FRA), Aurélien Paret-Peintre (FRA), Cees Bos (NED)
Lidl-Trek Juan Ayuso (ESP), Derek Gee-West (CAN), Mads Pedersen (DEN), Quinn Simmons (USA), Mattias Skjelmose (DEN), Toms Skujins (LAT), Carlos Verona (ESP), Mathias Vacek (CZE)

Eine Übersicht über alle Teams und Fahrer findet ihr auf der Website der Tour de France 2026.

Tour de France 2026: Deutsche Fahrer in der Übersicht

Bei der Tour de France 2026 gehen insgesamt zwölf deutsche Fahrer an den Start:

  • Pascal Ackermann (Team Jayco AlUla)
  • Phil Bauhaus (Bahrain-Victorious)
  • John Degenkolb (Picnic PostNL)
  • Nico Denz (Red Bull-Bora-hansgrohe)
  • Felix Engelhardt (Team Jayco AlUla)
  • Michel Hessmann (Movistar)
  • Max Kanter (XDS Astana Team)
  • Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe)
  • Niklas Märkl (Picnic PostNL)
  • Nils Politt (UAE Team Emirates-XRG)
  • Georg Steinhauser (EF Education – Easy Post)
  • Georg Zimmermann (Lotto-Intermarché)

Der Fokus der deutschen Fans dürfte vor allem auf Florian Lipowitz (25) liegen. 2025 nahm er zum ersten Mal an der Tour de France teil und landete bei seinem Debüt sensationell auf dem dritten Platz. Lipowitz hat sich in diesem Jahr in starker Form gezeigt und ist hervorragende Zeiten gefahren.

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Interessant wird jedoch, wie die Tour de France taktisch für Lipowitz verlaufen wird. Der Belgier Remco Evenepoel (26) wird das Team Red Bull-Bora-hansgrohe in diesem Jahr anführen. Auf Bergetappen gilt Lipowitz als der stärkere Fahrer. Viele rechnen ihm sogar realistische Chancen auf das Podium aus.

Pascal Ackermann (32) solltet ihr vor allem auf den flachen Etappen im Auge behalten. Er gilt als einer der besten deutschen Sprinter und wird auf den flacheren Etappen vermutlich vorne mitmischen. Bislang konnte er bei der Tour de France keine Erfolge erzielen – das könnte sich in diesem Jahr ändern.

Mit Nils Politt (32) ist ein absoluter Routinier dabei. Seit 2017 fährt Politt jedes Jahr bei der Tour de France mit. Er wird voraussichtlich auf den flachen und hügeligen Etappen das Team anführen. In den vergangenen Jahren zeigte sich Politt auch in den Bergen stark und ist somit ein starker Allrounder. Er wird vermutlich voll und ganz als Helfer für Team-Kapitän Tadej Pogačar fungieren.

Wer sind die Favoriten bei der Tour de France 2026?

Mit 184 Fahrern ist das Feld bei der Tour de France 2026 sehr breit und es gehen zahlreiche starke Fahrer an den Start. Der Favoritenkreis ist aber dennoch eng und es gibt nur wenige Fahrer, denen die Fans einen Platz auf dem Treppchen zutrauen.

Tadej Pogačar

Der absolute Top-Favorit bei der Tour de France 2026 ist der Slowene Tadej Pogačar. Er gewann die Tour de France bereits viermal (2020, 2021, 2024 und 2025) und ist der Titelverteidiger. Pogačar konnte außerdem den Giro d’Italia 2024 für sich entscheiden.

Somit dürfte er der Fahrer sein, den es bei der Tour de France 2026 zu schlagen gilt. Er zeigte sich in diesem Jahr in absoluter Topform und scheint keinerlei Schwächen zu haben. So dominierte er beispielsweise die Tour de Suisse und die Tour de Romandie. In Kombination mit seinem starken Team wirkt Pogačar beinahe unantastbar.

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Übersetzung: Ich bin total aufgeregt. Aber seien wir mal ehrlich: Es wird wieder ein Pog-Kraftakt werden, und der Gesamtsieg wird schon lange vor der 20. Etappe außer Reichweite sein.

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Übersetzung: Ja, Pogi ist immer noch eine Klasse besser als alle anderen. Als Jonas das erste Mal gewann, hatte er ein superstarkes Team, und es bedurfte der gemeinsamen Anstrengung aller, um Pogi zu schlagen; außerdem unterliefen Pogi einige Anfängerfehler, die ihn den Gesamtsieg kosteten. Als Jonas das zweite Mal gewann, war Pogi verletzt. Beide sind übrigens fantastische Radfahrer, und ich drücke Jonas und Sep die Daumen.

Jonas Vingegaard

Der Däne Jonas Vingegaard (29) gilt als größter Konkurrent für Pogačar. Im Mai gewann Vingegaard erstmals den Giro d’Italia. Auch Paris–Nizza konnte er für sich entscheiden und überzeugte mit einer starken Leistung.

Wenn Vingegaard an diese Leistung anknüpft, könnte er Pogačar möglicherweise doch noch gefährlich werden. Eine Platzierung von Vingegaard auf dem Treppchen scheint sicher zu sein.

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Übersetzung: Jonas wird Pogi dieses Jahr schlagen. Ja, das habe ich gesagt.

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Übersetzung: Ich freue mich riesig auf diese Tour. Jonas wirkt viel stärker als in den letzten beiden Jahren. Aber so sieht die Realität aus: Er ist der Einzige, der Pog herausfordern kann. Also genießt es einfach so, wie es ist. Denn niemand sonst wird sie antreiben.

Paul Seixas

Zum Favoritenkreis zählt auch der Ausnahmefahrer Paul Seixas (19). Der Franzose gilt als der Shooting-Star im Radsport und könnte den Sport in den kommenden Jahren ganz schön aufmischen.

Für Seixas wird es die erste Teilnahme an der Tour de France. Dennoch rechnen ihm viele Fans und Experten gute Chancen aus. Er gewann in diesem Jahr den Faun-Ardèche Classic und die Baskenland-Rundfahrt. Bei zwei weiteren Rennen landete er hinter Pogačar auf dem zweiten Rang. Damit dürfte Seixas aktuell in Topform sein und könnte den erfahrenen Profis gefährlich werden.

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Übersetzung: Für mich sorgt Seixas für ordentliche Spannung. Im Idealfall könnte er Pog etwas unter Druck setzen, und Ving/Visma könnten davon profitieren, da sie auf dem Papier das stärkere Team als Decathlon sind. Ich hoffe einfach auf etwas Spannung und nicht darauf, dass Pog alle vernichtet… davon habe ich langsam genug.

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Übersetzung: Ich glaube, Seixas wird eine Etappe gewinnen. Ich denke, ein Massensprint der Gesamtführenden auf der 14. Etappe könnte seine Chance sein.

Tour de France 2026: Sportwetten im Überblick

Die Tour de France ist das bekannteste Straßenradrennen überhaupt. Es wird auf der ganzen Welt übertragen und versetzt die Fans für drei Wochen in absolute Ekstase. Wenn ihr die Rennen nicht nur verfolgen, sondern auch darauf wetten möchtet, dann könnt ihr jetzt eure Tipps abgeben.

Die besten Tour de France Wettanbieter bieten euch interessante Wettmöglichkeiten. So könnt ihr beispielsweise auf den Gesamtsieger wetten:

  • Tadej Pogačar: 1,25
  • Jonas Vingegaard: 4,00
  • Paul Seixas: 10,00
  • Isaac del Toro Romero: 19,00
  • Remco Evenepoel: 23,00
  • Florian Lipowitz: 26,00
  • Juan Ayuso Pesquera: 35,00
  • Tobias Halland Johannessen: 70,00

Freut euch auf drei spannende Wochen

Am Samstag startet mit der Tour de France 2026 eines der absoluten Highlights für Radsportfans. Drei Wochen lang werden die Fahrer insgesamt 21 Etappen absolvieren und dabei um den Gesamtsieg kämpfen.

Auch wenn Pogačar als klarer Favorit gilt und auch Vingegaard für den Rest des Feldes unerreichbar sein dürfte, wird es spannend werden. Denn mit Florian Lipowitz dürfte ein deutscher Fahrer eine realistische Chance auf das Podest haben. Youngster Seixas könnte die Top 5 aufmischen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Verfolgen der Tour de France 2026.

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